Mannschaftsfahrt der E3 vom 22.-24. März 2019



Wie schon im letzten Jahr führte der Weg zur Saisonvorbereitung unserer glorreichen E3 ins Trainingslager in die Jugendherberge Kelheim Ihrlerstein.

 

Die durchführenden Trainer waren:

Josef Mühlbauer

Markus Müller

Kai Ludwigs

 

Wir wollten:

  • längere Trainingszeiten zur Vertiefung von Standards
  • den Teamzusammenhalt durch erlebnispädagogische Team - Aktionen stärken
  • das Vertrauen der Spieler in uns Trainer vertiefen

 

Den Standort Kelheimer Jugendherberge wählten wir ausfolgenden Gründen:

  •  kurze Anfahrt
  • hauseigener Speedsoccerplatz
  • hauseigener Seilgarten
  • Lagerfeuerplatz
  • ich (Kai) führe dort seit 2002 Teamtrainings und Erlebnispädagogik durch und bin dort ziemlich zuhause

 

Besonders gefreut haben wir uns, dass ALLE Spieler mitgefahren sind!

So früh im Jahr hatten wir mit unseren lebhaften Jungs ein Stockwerk ganz für uns alleine und mussten nicht sooo vorsichtig mit Lärm sein.

Und günstiger war’s auch noch.

 

Die Mannschaft reiste um 16:30 Uhr an und stürmte nach den zum Teil verbissen geführten Kämpfen mit den Bettbezügen, erstmal geschlossen in den schon vom Vorjahr bekannten Speedsoccer-Käfig.

Einige von unseren Spielern hätten wir dort am Freitag einsperren und am Sonntagmorgen wieder rausholen können, sie hätten wohl nichts vermisst.

Anderen wurde es dann doch zu eng und sie schwenkten auf Basketball um.

 

Nach dem Abendbrot (lecker = futtern bis zum Platzen!) um 18:00 Uhr, durften alle für das Lagerfeuer Holz sägen und klein hacken.

Obwohl Finger für Fußballer nur zweitrangig sind, haben wir Trainer natürlich eine strenge Aufsicht geführt!

Aber alle haben sich sowieso sehr vorsichtig und diszipliniert angestellt, um mehrmals drankommen zu dürfen.

Das Feuer entzünden war dann wieder eine kleine Sensation: es war zum Anzünden nur Magnesium, eine Feile und ein Feuerstein erlaubt.

Etwas zeitraubend, aber es klappte! Stolz bei unseren „Feuermachern!“

Der Abend klang dann mit Feuer, Stockbrot, Gruselgeschichten und Witze erzählen aus.

Um 21:30 Uhr waren alle in ihren 5er - Zimmern in den Betten und nach dem Vorlesen lustiger Geschichten durch die drei Trainer, um die Nachwehen der Gruselstories zu löschen, war gegen 22:00 Uhr Nachtruhe.

 



Nach dem Frühstück mussten wir uns erstmal auf einen Standard einigen, ab wann ein Tisch als abgeräumt und sauber bezeichnet werden darf, aber dann ging’s auch gleich los mit Schwitzhüttenbau.

Schwitzhüttenbau? Was ist das denn? Genau - so ähnlich haben unsere Jungs auch reagiert.

 

Nachdem wir letztes Jahr im Hochseilgarten waren und eine Geocache-Rallye gemacht haben, musste dieses Jahr ein neues Highlight her.

Kurz: wir haben aus jungen Bäumen, Planen und Decken Hütten gebaut und diese dann im Inneren mit heißen Steinen auf 60 - 80 Grad gebracht.

Im Grunde eine Natursauna, in der Tradition der Indianer. Coole Aktion!

Aber 15 temperamentvolle junge Männer an einem Bauwerk?

Das brauchte Struktur und Koordination: genau wie in einer Fußballmannschaft!

Deshalb mussten wir uns zwischendurch auch mal hinsetzen und viel besprechen, damit es keinen Streit gab. 

Und siehe da, auf einmal waren die Jungs ganz schön effektiv und das Ganze ging viel leiser von der Hand.

 

Um das Gelände nachts zu beleuchten brauchten wir noch Fackeln - die haben wir aus Stoff, Ästen und heißem Wachs (Vorsicht!) auch selbst gebaut.

Als letztes haben wir für das große Feuer dann wieder gehackt und gesägt: das konnten die Jungs ja schon.

Als die Hütte stand, war’s auch schon Mittag, Zeit zum Essen.

Danach ging’s wieder ab zum Speedsoccer, Tischtennis oder Kickern im Keller.

Am Nachmittag ab 14:00 Uhr hatten wir dann eine richtig lange Trainingseinheit auf dem Fußballplatz in Painten und konnten mal all das ausgiebig trainieren, wofür in den sonst regulären 1,5 Stunden oft keine Zeit ist.

Und für ein Spiel am Ende hat es auch noch gereicht.

Kaum öffnete der Bus an der Jugendherberge wieder seine Türen, wurde erneut der Speedsoccerplatz gestürmt: die Anlage war bei unseren Spielern DER Renner!

 

Nach dem Abendbrot ging’s um 19:00 Uhr dann endlich in die Schwitzhütten:

ein fast mystisches Erlebnis!

Das dunkle, nur mit ein paar Fackeln erleuchtete Gelände, die glühenden Steine, das riesige Feuer um die Steine zu erhitzen und ich in meinem mittelalterlichen Hitzeschutzanzug:

das regte die Phantasie an und die Aufregung war groß.

Das Schwitzen ging in zwei Schichten: immer eine Hälfte der Mannschaft vergnügte sich in der Hütte mit wilden Geschichten und Aufgüssen mit Saunaduft und die andere Hälfte relaxte im selbstgeschmückten Ruheraum auf Matratzen in gedimmtem Licht.

Aber allen hat’s gefallen und wenn wir die Sache nicht nach zweieinhalb Stunden beendet hätten, hätten wir wohl einige am nächsten Morgen dehydriert aus der Hütte fegen müssen.

 

Danach natürlich Duschen und das obligatorische Vorlesen im Zimmer.

Die zweite Nacht war noch mal deutlich ruhiger, die Jungs waren von dem langen, bewegungsreichen und auch aufregenden Tag echt erledigt; gut so!

Wir drei Trainer gönnten uns noch ein Reflexionsbierchen (oder waren es zwei?), dann ging’s auch für uns in die Falle.

Am nächsten Morgen standen nur noch Aufräumen und ein ausgiebiges Frühstück auf dem Programm; dann ab nach Hause, Schlaf nachholen.

Echt super war in der Rückschau, um wie viel sich die Jungs im Vergleich zu 2018 entwickelt hatten: alle waren viel „vernünftiger“ und mutiger als letztes Jahr.

Klasse, wie man sich auf alle verlassen konnte und wie Konflikte mittlerweile zum einen seltener auftraten oder zum Teil auch selbständig gelöst wurden.

Wir sind uns einig: nächstes Jahr gibt’s eine dritte Mannschaftsfahrt!

 

Kai Ludwigs (Trainer E3)

 

 

P.S. Wer selbst Interesse hat und gerne Tipps und Ideen möchte, kann sich gerne bei uns melden.

 

 

 

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